Affiliate-Hinweis: Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet). Wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich.
Es gibt diesen einen Sommernachmittag, den kennst du bestimmt. Draußen wird der Himmel auf einmal dunkelgrau, in der Ferne grummelt es, und dein Kind steht am Fenster und fragt: Mama, warum donnert es eigentlich?
Und du stehst da mit deinem Kaffee und denkst: gute Frage. Wie erklärt man das eigentlich, ohne dass es klingt wie aus einem Schulbuch?
Ich habe für genau solche Momente angefangen, Wetter mit den Kindern nicht zu erklären, sondern zu zeigen. Eine Wolke, die wirklich im Glas entsteht. Ein winziger Blitz, den man im dunklen Zimmer knistern hört. Ein Gewitter im Kleinformat, sozusagen.
Das Schöne daran: Du brauchst fast nichts dafür. Keine teuren Sets, keinen Vorbereitungsmarathon. Das meiste steht schon in deiner Küche. Hier kommen zehn Wetter-Experimente, sortiert vom ruhigen Staunen bis zum kleinen Knall am Schluss.
1. Der Tannenzapfen, der das Wetter vorhersagt

Du brauchst: einen trockenen Tannenzapfen, ein Schälchen Wasser.
So geht’s: Leg den geöffneten Tannenzapfen in das Schälchen mit Wasser und schau in den nächsten Stunden immer wieder hin. Stell ihn danach an einen warmen, trockenen Platz und beobachte ihn weiter über ein paar Tage, am besten bei wechselndem Wetter.
Was passiert: Im feuchten Zustand schließen sich die Schuppen des Zapfens. Wird die Luft trocken, klappen sie wieder auf. Ihr habt ein echtes Wetter-Messgerät, das ganz ohne Strom funktioniert.
Warum: Die Schuppen bestehen aus zwei Schichten, die sich bei Feuchtigkeit unterschiedlich stark ausdehnen. Bei feuchter Luft, also oft vor Regen, zieht sich der Zapfen zusammen. Genau dieses Prinzip steckt auch in echten Hygrometern.
2. Das selbstgebaute Thermometer

Du brauchst: eine kleine Flasche, gefärbtes Wasser, einen durchsichtigen Strohhalm, etwas Knete. 👉 Tipp: Ein Experimentierkasten* hat noch mehr Mess-Versuche.
So geht’s: Füll die Flasche etwa zur Hälfte mit dem gefärbten Wasser. Steck den Strohhalm so hinein, dass er nicht den Boden berührt, und dichte den Flaschenhals rundherum mit Knete ab. Der Strohhalm darf nicht zugedrückt werden. Jetzt nimm die Flasche in die warmen Hände oder stell sie in eine Schüssel mit warmem Wasser.
Was passiert: Das Wasser steigt im Strohhalm sichtbar nach oben. Stellst du die Flasche ins Kalte, sinkt es wieder.
Warum: Wärme lässt Flüssigkeit sich ausdehnen, sie braucht dann mehr Platz und steigt nach oben. Genau so funktioniert ein echtes Thermometer. Ihr habt gerade Temperatur sichtbar gemacht.
3. Tau am kalten Glas

Du brauchst: ein Glas, Eiswürfel, Wasser. 👉 Tipp: Ein Outdoor-Lupen-Set* macht die Tau-Tröpfchen riesengroß.
So geht’s: Füll das Glas mit Eiswürfeln und etwas Wasser und stell es auf den Tisch. Wartet zusammen ein paar Minuten und fahrt dann mit dem Finger außen über das Glas.
Was passiert: Das Glas ist außen nass geworden, obwohl ihr da kein Wasser hingetan habt.
Warum: In der Luft ist immer unsichtbares Wasser, sogenannter Wasserdampf. Trifft die warme Luft auf das kalte Glas, wird der Dampf wieder zu winzigen Tröpfchen. Genau das passiert morgens draußen, wenn auf dem Gras Tau liegt.
4. Eine echte Wolke im Glas

Du brauchst: ein Glas, heißes Wasser, einen Teller, Eiswürfel.
So geht’s: Gieß etwas heißes Wasser ins Glas, nur einen kleinen Fingerbreit. Leg den Teller oben drauf und häuf die Eiswürfel auf den Teller. Schau jetzt genau in das Glas hinein.
Was passiert: Im Glas bildet sich eine echte kleine Wolke, die sich langsam dreht und sammelt.
Warum: Das warme Wasser verdunstet und steigt als Dampf nach oben. Oben trifft er auf die kalte Luft unter dem eisgekühlten Teller und wird zu winzigen Tröpfchen, einer Wolke. Genau so entstehen Wolken auch am Himmel, nur viel größer. Die schnelle Bastelvariante mit Rasierschaum findest du in den 10 einfachen Experimenten mit Dingen aus der Küche.
Sicherheit: Das heiße Wasser füllst du als Erwachsene ein. Dein Kind schaut zu und legt nur die Eiswürfel oben drauf.
5. Der Wasserkreislauf im Beutel

Du brauchst: einen durchsichtigen Gefrierbeutel mit Zip, etwas Wasser, blaue Lebensmittelfarbe, Klebeband, ein sonniges Fenster. 👉 Tipp: Ein Pipetten-Werkzeugset* hilft beim genauen Dosieren und Färben.
So geht’s: Färb das Wasser leicht blau und gieß einen kleinen Schluck in den Beutel. Verschließ ihn gut und kleb ihn von innen an eine sonnige Fensterscheibe. Schaut über den Tag immer wieder hin.
Was passiert: Oben im Beutel bilden sich Tröpfchen, die größer werden und an der Beutelwand wieder nach unten laufen. Es regnet im Kleinen.
Warum: Die Sonne wärmt das Wasser, es verdunstet und steigt. Oben kühlt es ab, wird wieder flüssig und fällt zurück. Verdunsten, sammeln, regnen. Das ist der Wasserkreislauf, den die ganze Erde jeden Tag durchläuft.
6. Wind zum Sehen

Du brauchst: ein quadratisches Stück Papier, einen Stift mit Radiergummi, eine Stecknadel, eine Schere.
So geht’s: Schneide das Papier von jeder Ecke zur Mitte ein, aber nicht ganz durch. Klapp jede zweite Spitze zur Mitte und steck die Nadel durch alle Spitzen und das Papier in den Radiergummi am Stift. Jetzt pustet ihr dagegen oder geht damit nach draußen.
Was passiert: Das Windrädchen dreht sich, mal langsam, mal schnell, je nachdem wie stark die Luft strömt.
Warum: Wind ist nichts anderes als bewegte Luft. Man kann ihn nicht sehen, aber an der Drehung erkennt ihr genau, wie kräftig er gerade ist. Draußen wird das Rädchen zum kleinen Windmesser.
Sicherheit: Die Stecknadel steckst du. Bei kleineren Kindern bleibt die Spitze mit einem Korken oder Radiergummi gesichert.
7. Warum warme Luft nach oben steigt

Du brauchst: einen leeren Teebeutel, eine feuerfeste Unterlage, ein Feuerzeug.
So geht’s: Schneide den Teebeutel oben auf, entferne Klammer und Faden, leere ihn aus und stell den leeren Papierzylinder aufrecht auf die feuerfeste Unterlage. Zünde ihn oben an und tritt einen Schritt zurück.
Was passiert: Kurz bevor das Papier ganz verbrannt ist, hebt der Rest plötzlich ab und fliegt nach oben.
Warum: Die Flamme erwärmt die Luft. Warme Luft ist leichter als kalte und steigt nach oben. Wenn der Teebeutel leicht genug ist, nimmt die aufsteigende Luft ihn einfach mit. Genau diese aufsteigende warme Luft sorgt am Himmel für Wind und Gewitterwolken.
Sicherheit: Dieses Experiment machst du. Dein Kind schaut aus sicherem Abstand zu. Ein Glas Wasser steht griffbereit daneben, lange Haare nach hinten, weg von Vorhängen.
8. Das Barometer, das Wetterwechsel anzeigt

Du brauchst: ein Glas, einen Luftballon, ein Gummiband, einen Strohhalm, etwas Klebeband, ein Stück Papier. 👉 Tipp: Wieso Weshalb Warum, Band 29* erklärt Luft und Wasser kindgerecht weiter.
So geht’s: Schneide den Luftballon auf und spann ihn straff über die Glasöffnung, fixiert mit dem Gummiband. Kleb den Strohhalm flach mittig auf die gespannte Haut, sodass er weit über den Rand hinausragt wie ein Zeiger. Stell daneben das Papier als Skala auf und markiere, wo der Zeiger heute steht. Schaut über mehrere Tage hin.
Was passiert: Der Zeiger wandert über die Tage nach oben oder unten, ganz ohne dass ihr etwas anfasst.
Warum: Im Glas ist Luft eingeschlossen. Wenn der Luftdruck draußen steigt, drückt er die Ballonhaut nach innen, der Zeiger geht hoch. Sinkt der Druck, oft vor schlechtem Wetter, wölbt sich die Haut nach außen, der Zeiger sinkt. Ihr habt euer eigenes Wettervorhersage-Gerät.
9. Frost selber machen

Du brauchst: eine leere Konservendose ohne Etikett, Eiswürfel, viel Salz.
So geht’s: Füll die Dose abwechselnd mit Eiswürfeln und Salz, ungefähr drei Löffel Salz auf eine Dose Eis. Rührt kurz um und lasst die Dose ein paar Minuten stehen, ohne sie anzufassen.
Was passiert: Außen an der Dose bildet sich echter weißer Reif, eine dünne Eisschicht aus dem Nichts.
Warum: Salz lässt das Eis sehr schnell schmelzen und dabei wird es extrem kalt, kälter als null Grad. Die Dose ist dann so kalt, dass der Wasserdampf aus der Luft direkt zu Eis gefriert. Genau so entsteht draußen Raureif an kalten Wintermorgen.
Sicherheit: Achte auf scharfe Kanten am Dosenrand, am besten eine Dose mit glattem Rand nehmen oder die Kante abkleben.
10. Der Mini-Blitz im dunklen Zimmer

Du brauchst: einen Luftballon, einen Wollpullover oder deine Haare, ein dunkles Zimmer. 👉 Tipp: Ein Fruchtbatterie-Set* zeigt Strom zum Anfassen, passend zum Mini-Blitz.
So geht’s: Pust den Ballon auf und reib ihn kräftig am Wollpullover oder an den Haaren, eine gute Minute lang. Macht das Zimmer richtig dunkel und führt jetzt einen Finger oder einen Metalllöffel langsam an den Ballon heran. Ganz still sein und genau hinhören.
Was passiert: Es knistert leise, und wenn es dunkel genug ist, seht ihr winzige Funken überspringen.
Warum: Durch das Reiben sammelt sich elektrische Ladung auf dem Ballon. Springt sie auf den Finger über, gibt es einen winzigen Funken mit einem kleinen Knistern. Genau dasselbe passiert bei einem Gewitter, nur millionenfach größer und lauter. Euer Mini-Blitz und der Donner am Himmel sind im Kern dasselbe.
Warum Kinder das so lieben
Kinder fragen den ganzen Tag nach dem Warum. Bei Wetter wird dieses Warum auf einmal greifbar. Sie sehen die Wolke wirklich entstehen, sie hören den Funken, sie ertasten den Tau am Glas. Und beim nächsten echten Gewitter stehen sie nicht ängstlich am Fenster, sondern sagen stolz: Ich weiß, warum es donnert.
Das ist mehr wert als jedes erklärte Schulbuch. Und es kostet dich nur ein paar Eiswürfel und einen Nachmittag.
🗺️ Wenn die Experimente durch sind und der Regennachmittag noch lang ist:
Hol dir mein kostenloses Freebie „Von Langeweile zu Schatzsuche in 5 Minuten“. Du kopierst einen Prompt in eine KI, beantwortest 6 Fragen, und in 5 Minuten habt ihr eine fertige Indoor-Schatzsuche mit Startbrief, Stationskarten und Urkunde.
Schatzsuche kostenlos sichernDas hat sich bei uns bewährt
Du brauchst für die Experimente fast nichts. Wenn dein Kind aber Feuer fängt und mehr will, sind das hier die Dinge, die bei uns wirklich im Einsatz sind:
- 👉 Wieso Weshalb Warum, Band 29, Experimentieren und Entdecken*, das Sachbuch ab 4 Jahren mit über 30 Experimenten zu Luft und Wasser. Perfekt zum Weiterforschen nach diesem Artikel.
- 👉 Experimentierkasten für neugierige Kinder*, wenn aus dem Nachmittag eine kleine Leidenschaft wird.
- 👉 Outdoor-Lupen-Set für kleine Entdecker*, um Frost, Tau und Wolken ganz genau anzuschauen.
- 👉 Experimentierset für Fruchtbatterien*, knüpft direkt an den Mini-Blitz an, Strom zum Anfassen.
- 👉 Helping Hands Pipetten-Werkzeugset*, macht die Wasser-Experimente noch echter, schon ab 3 Jahren.
🤖 KI-Prompt zum Kopieren
Dein Kind will ein Experiment, das genau zu eurer Stimmung und eurem Wetter passt? Kopier diesen Prompt in ChatGPT, Gemini oder Claude und lass dir eins vorschlagen:
Du bist eine ruhige Experimente-Begleiterin für Familien.
Du hilfst mir, mit meinem Kind ein Wetter-Experiment auszuwählen, das gerade zu uns passt.
Stelle mir bitte diese Fragen nacheinander:
1. Wie alt ist mein Kind?
2. Wie viel Zeit haben wir gerade?
- nur 10 Minuten
- eine halbe Stunde
- ein ganzer Nachmittag
3. Welches Wetter fasziniert mein Kind gerade?
- Gewitter und Blitze
- Hitze und Sonne
- Regen und Wolken
- Wind
- Schnee und Frost
4. Was haben wir zu Hause?
- nur Kuechen-Basics
- auch Luftballons, Glaeser, Strohhalme
- eher nichts Besonderes
5. Soll es ruhig und staunend sein oder darf es spektakulaer und ein bisschen wild werden?
Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, erstelle bitte:
A. ein passendes Wetter-Experiment mit Schritt-fuer-Schritt-Anleitung
B. eine kindgerechte Erklaerung in 2 bis 3 Saetzen, warum das passiert (zum Vorlesen)
C. eine einzige Staun-Frage, die ich meinem Kind vorher stelle, damit es selbst raet
Achte darauf, dass:
- nur Haushaltsmaterial noetig ist, nichts gekauft werden muss
- die Anleitung fuer mein Kind realistisch schaffbar ist
- du bei Hitze, Feuer oder Strom einen klaren Sicherheitshinweis dazuschreibst
- die Erklaerung ohne Fachjargon auskommt, ein Kind sie versteht
- du nichts bewertest, falls es beim ersten Mal nicht klappt


