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Luft ist für Kinder das größte Rätsel überhaupt. Man sieht sie nicht, man kann sie nicht anfassen, und trotzdem behauptest du, dass sie etwas kann. Mein Kind hat mir das lange schlicht nicht geglaubt.
Bis wir angefangen haben, Luft sichtbar zu machen. Ein Glas, aus dem das Wasser einfach nicht herausfällt. Ein Ballon, der sich in einer Flasche nicht aufpusten lässt. Ein kleiner Taucher, der auf Kommando sinkt und steigt.
Hier kommen zehn Luft- und Druck-Experimente, sortiert vom ruhigen Staunen bis zum Trick, der wie Zauberei aussieht. Du brauchst fast nichts dafür, das meiste steht in deiner Küche.
💡 Tipp: Wenn du noch mehr Ideen brauchst oder welche, die genau zu euch passen: Weiter unten im Artikel findest du einen fertigen KI-Prompt. Den kopierst du in ChatGPT, Gemini oder Claude, beantwortest ein paar kurze Fragen und bekommst ein Luft-Experiment, das zu eurem Material und eurer Zeit passt.
1. Das Glas, aus dem kein Wasser fällt

Du brauchst: ein Glas, Wasser, eine feste Postkarte, eine Spüle oder Schüssel zur Sicherheit.
So geht’s: Füll das Glas randvoll mit Wasser und leg die Postkarte glatt darüber. Halte die Karte mit der flachen Hand fest, dreh das Glas vorsichtig um und lass die Karte dann ganz langsam los. Macht das über der Spüle.
Was passiert: Das Wasser bleibt im Glas, die Karte fällt nicht herunter, obwohl das Glas kopfüber hängt.
Warum: Die Luft um uns herum drückt von allen Seiten, auch von unten gegen die Karte. Dieser Luftdruck ist stärker als das Gewicht des Wassers im Glas. Deshalb hält die Karte.
Sicherheit: Über Spüle oder Schüssel machen, das erste Mal geht oft daneben. Das gehört dazu.
2. Der Ballon, der nicht will

Du brauchst: eine Plastikflasche, einen Luftballon. 👉 Tipp: Ein Luftballon-Set sorgt für Nachschub bei den Ballon-Versuchen.
So geht’s: Steck den Ballon in die Flasche und stülp die Öffnung über den Flaschenhals. Jetzt soll dein Kind versuchen, den Ballon in der Flasche aufzupusten, so kräftig es kann.
Was passiert: Egal wie sehr es pustet, der Ballon bleibt fast klein. Er lässt sich einfach nicht richtig aufblasen.
Warum: Die Flasche ist nicht leer, sie ist voller Luft. Diese Luft hat keinen Platz zu entweichen und drückt zurück. Der Ballon kann sich nicht ausdehnen, weil die unsichtbare Luft schon den ganzen Platz belegt.
3. Die Kerze, die Wasser hochzieht

Du brauchst: einen tiefen Teller, ein Teelicht, ein hohes Glas, Wasser, etwas Lebensmittelfarbe. 👉 Tipp: Wieso Weshalb Warum, Band 29 erklärt Luft und Wasser kindgerecht weiter.
So geht’s: Stell das Teelicht in den Teller und gieße gefärbtes Wasser drumherum. Zünde die Kerze an und stülp das Glas vorsichtig darüber. Schaut genau hin.
Was passiert: Die Flamme geht nach kurzer Zeit aus, und das Wasser steigt deutlich sichtbar ins Glas hinein.
Warum: Die Flamme verbraucht einen Teil der Luft im Glas und erwärmt sie. Beim Abkühlen entsteht ein leichter Unterdruck, und der zieht das Wasser nach oben. Ihr macht den Sauerstoffverbrauch sichtbar.
Sicherheit: Die Kerze zündest du an. Dein Kind stülpt nur das Glas. Lange Haare zurück, nichts Brennbares daneben.
4. Die Ballon-Rakete am Faden

Du brauchst: einen langen Faden, einen Strohhalm, einen Luftballon, Klebeband.
So geht’s: Fädel den Faden durch den Strohhalm und spann ihn quer durchs Zimmer. Blas den Ballon auf, halt ihn zu, kleb ihn unter den Strohhalm und lass dann los.
Was passiert: Der Ballon schießt am Faden entlang quer durch den Raum, bis die Luft raus ist.
Warum: Die Luft strömt hinten schnell heraus und schiebt den Ballon dadurch nach vorne. Genau dieses Rückstoßprinzip lässt auch echte Raketen fliegen.
5. Der schwebende Tischtennisball

Du brauchst: einen Tischtennisball, einen Strohhalm oder einen Föhn auf kühler Stufe. 👉 Tipp: Papier-Strohhalme im 100er-Pack reichen lange.
So geht’s: Halte den Strohhalm schräg nach oben und puste gleichmäßig, oder stell den Föhn senkrecht. Setz den Ball vorsichtig in den Luftstrom und lass ihn los.
Was passiert: Der Ball schwebt mitten im Luftstrom und fällt nicht heraus, sogar wenn ihr den Strahl leicht kippt.
Warum: Im schnellen Luftstrom ist der Druck niedriger als in der ruhigen Luft drumherum. Die ruhige Luft drückt den Ball von außen wieder in die Mitte zurück. Er bleibt gefangen im Strom.
6. Die zwei Ballons, die sich anziehen

Du brauchst: zwei aufgeblasene Luftballons, zwei Fäden.
So geht’s: Häng die beiden Ballons nebeneinander auf, mit einer Handbreit Abstand. Jetzt pustet dein Kind kräftig genau zwischen die beiden Ballons hindurch.
Was passiert: Statt auseinanderzufliegen, bewegen sich die Ballons aufeinander zu, als würden sie sich anziehen.
Warum: Wo die Luft schnell strömt, ist der Druck niedriger. Zwischen den Ballons entsteht ein Sog, und die ruhige Luft von außen drückt sie zusammen. Dasselbe Prinzip lässt Flugzeuge fliegen.
7. Riesenseifenblasen selber machen

Du brauchst: Wasser, Spülmittel, einen Schuss Zucker oder Speisestärke, eine große Schüssel, eine Schnur an zwei Stäben.
So geht’s: Misch reichlich Wasser mit Spülmittel und etwas Zucker und lass es kurz ruhen. Tauch die Schnurschlaufe ein, zieh sie langsam durch die Luft oder bewegt euch rückwärts damit.
Was passiert: Es entstehen riesige, lang gezogene Seifenblasen, viel größer als mit gekauften Ringen.
Warum: Seifenwasser bildet eine dünne, elastische Haut. Der Zucker macht sie zäher und reißfester, deshalb halten die Blasen länger und werden größer. Die Luft füllt die Haut wie einen Ballon.
Sicherheit: Draußen machen, der Boden wird rutschig. Nicht in die Augen.
8. Die Seifenblase, die nicht platzt

Du brauchst: Seifenwasser aus Experiment 7, einen Wollhandschuh oder einen weichen Wollschal.
So geht’s: Zieh dem Kind den Wollhandschuh an und puste eine Seifenblase. Versucht jetzt vorsichtig, die Blase auf dem Handschuh aufzufangen und sie hin und her zu rollen.
Was passiert: Auf dem Wollhandschuh platzt die Blase nicht sofort, ihr könnt sie sogar liegen lassen und rollen.
Warum: Seifenblasen platzen meist, weil etwas Glattes oder Trockenes die dünne Haut zerstört. Die feinen Wollfasern berühren die Haut kaum und sind weich. Deshalb hält die Blase erstaunlich lange.
👉 Tipp: Eine Seifenblasenmaschine ist der entspannte Abschluss.
9. Das Ei, das schwimmen lernt

Du brauchst: ein rohes Ei, ein hohes Glas, Wasser, viel Salz.
So geht’s: Leg das Ei in klares Wasser, es sinkt zu Boden. Nimm es heraus, rühr sehr viel Salz ins Wasser, bis es sich kaum noch löst, und leg das Ei wieder hinein.
Was passiert: Im Salzwasser schwimmt das Ei plötzlich oben, obwohl es vorher gesunken ist.
Warum: Salzwasser ist schwerer als klares Wasser. Das Ei ist leichter als das Salzwasser und wird deshalb nach oben gedrückt. Genau deshalb schwimmt man im sehr salzigen Meer leichter.
Sicherheit: Rohes Ei, danach Hände waschen, Ei nicht essen.
10. Der Taucher in der Flasche

Du brauchst: eine durchsichtige Plastikflasche mit Deckel, ein Soßentütchen oder ein kleines Stück Strohhalm mit Knete, Wasser. 👉 Tipp: Ein Experimentierkasten hat noch mehr Druck-Versuche.
So geht’s: Füll die Flasche fast ganz mit Wasser und setz den kleinen Taucher hinein, der gerade so an der Oberfläche schwebt. Deckel fest zu. Jetzt drückt dein Kind die Flasche von außen zusammen.
Was passiert: Beim Drücken sinkt der Taucher nach unten, beim Loslassen steigt er wieder. Dein Kind steuert ihn wie von Zauberhand.
Warum: Im Taucher ist eine kleine Luftblase. Beim Drücken presst der Druck diese Blase zusammen, der Taucher wird schwerer und sinkt. Lässt du los, dehnt sich die Luft wieder aus und er steigt. Druck wirkt durch das ganze Wasser hindurch.
Deine Kinder werden es lieeeben!
Ich hätte nicht gedacht, dass eine Wassermütze auf einer umgedrehten Glasflasche meinem Kind die Augen so groß machen würde. (Wir reden hier von dem Kind, das auf der Kirmes vom Achterbahn-Looping nicht zu beeindrucken war.) Aber genau das ist der Witz an Luft-Experimenten: Sie machen Kindern Mut, weil die Welt plötzlich voller unsichtbarer Kräfte steckt, die man selbst auslösen darf.
Luft-Experimente fühlen sich wie Zaubertricks an, nur dass dein Kind hinterher selbst der Zauberer ist und sogar erklären kann, wie der Trick funktioniert. Das ist ein Selbstbewusstseins-Bauchkribbeln, das kein Spielzeug liefert.
Und das Beste: Dieses unsichtbare Zeug wird auf einmal greifbar. Wenn dein Kind verstanden hat, dass Luft drücken kann, schaut es die Welt anders an. (Garantiert wird in den nächsten Tagen alles getestet, was bei euch herumsteht. Du bist gewarnt.) Kostet dich ratzfatz ein Glas, einen Ballon und einen Nachmittag.
🗺️ Wenn die Experimente durch sind und der Nachmittag noch lang ist:
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Du brauchst fast nichts. Wenn dein Kind aber Lust auf mehr Forschen bekommt, sind das die Dinge, die bei uns dauernd im Einsatz sind:
- 👉 Wieso Weshalb Warum, Band 29: Experimentieren und Entdecken (Luft & Wasser): das passende Sachbuch ab 4 mit über 30 Experimenten.
- 👉 Experimentierkasten für neugierige Kinder: wenn aus dem Nachmittag mehr werden soll.
- 👉 Luftballon-Set in bunten Farben: Nachschub für Rakete und Bernoulli-Tricks.
- 👉 Papier-Strohhalme im 100er-Pack: für den schwebenden Ball und den Flaschentaucher.
- 👉 Seifenblasenmaschine: der entspannte Abschluss nach den Blasen-Experimenten.
- 👉 Das Superlabor Outdoor (Robert Winston): 25 Outdoor-Projekte zu Wasser, Luft und Erde (Barometer, Wasserrakete, Riesenseifenblasen). Genau das richtige Folgebuch, wenn dein Kind nach drinnen jetzt raus will.
🤖 KI-Prompt zum Kopieren
Dein Kind will ein Luft-Experiment, das genau zu eurer Zeit und eurem Material passt? Kopier diesen Prompt in ChatGPT, Gemini oder Claude:
Du bist eine ruhige Experimente-Begleiterin fuer Familien.
Du hilfst mir, mit meinem Kind ein Luft- oder Druck-Experiment auszuwaehlen, das gerade zu uns passt.
Stelle mir bitte diese Fragen nacheinander:
1. Wie alt ist mein Kind?
2. Wie viel Zeit haben wir gerade?
- nur 10 Minuten
- eine halbe Stunde
- ein ganzer Nachmittag
3. Was haben wir zu Hause?
- nur Kuechen-Basics
- auch Luftballons und Strohhalme
- eher nichts Besonderes
4. Soll es eher ruhig und staunend sein oder darf es ein bisschen wild und spritzig werden?
5. Drinnen oder draussen?
Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, erstelle bitte:
A. ein passendes Luft- oder Druck-Experiment mit Schritt-fuer-Schritt-Anleitung
B. eine kindgerechte Erklaerung in 2 bis 3 Saetzen, warum das passiert (zum Vorlesen)
C. eine einzige Staun-Frage, die ich meinem Kind vorher stelle, damit es selbst raet
Achte darauf, dass:
- nur Haushaltsmaterial noetig ist, nichts gekauft werden muss
- die Anleitung fuer mein Kind realistisch schaffbar ist
- du bei Feuer oder Wasser einen klaren Sicherheitshinweis dazuschreibst
- die Erklaerung ohne Fachjargon auskommt, ein Kind sie versteht
- du nichts bewertest, falls es beim ersten Mal nicht klappt
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