Zwei Wochen vor der Feier fragt die dritte Mutter in Folge per Nachricht, wann genau die Party endet. Die vierte weiß nicht, ob sie ihr Kind überhaupt bringen soll. Und bei der fünften hast du keine Ahnung, ob sie überhaupt zusagt. Eine gute Einladung nimmt dir genau diese Nachrichten ab.
Eine Kindergeburtstag-Einladung ist mehr als ein hübscher Zettel. Sie beantwortet vorab die Fragen, die sonst einzeln bei dir landen: Wann, wo, bis wann, was mitbringen, bis wann Bescheid geben? Hier findest du die Checkliste, was in jede Einladung gehört, dazu Formulierungen zum Abschreiben und 8 Ideen für Einladungen, die Kinder gern bekommen.
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Das muss in jede Einladung
Schreibe alles so, dass eine Mutter, die nur zwischen Tür und Angel liest, nichts nachfragen muss. Diese Angaben sollten drinstehen:
- Wer lädt ein und wer wird wie alt? Name des Kindes und das neue Alter.
- Datum, Beginn und Ende. Eine feste Abholzeit spart dir den Moment, in dem um 18 Uhr noch drei Kinder bei dir sitzen.
- Ort mit Adresse. Bei Feiern außer Haus gern Treffpunkt und Parkmöglichkeit dazuschreiben.
- Motto oder Kleidung. Wenn Kinder sich verkleiden sollen oder dreckig werden dürfen, sag es ausdrücklich.
- Rückmeldung bis zu einem Datum. Ein klares Datum und eine Telefonnummer oder Nachrichtenadresse, nicht „bald“.
- Allergien und Besonderheiten. Eine Zeile reicht: „Gibt es Allergien oder etwas, das dein Kind nicht isst?“
- Bleiben Eltern oder gehen sie? Gerade bei den Kleinen ist das die häufigste Rückfrage.
- Was wird gemacht? Ein Hinweis wie „Wir gehen draußen spielen“ hilft bei der Kleiderwahl.
Rückmeldung: so bekommst du wirklich Antworten
Ohne Frist bekommst du Zusagen verteilt über Wochen. Drei Dinge helfen aus meiner Sicht:
- Die Einladung etwa zwei bis drei Wochen vorher verteilen. Das ist meine Erfahrungsempfehlung, keine feste Regel.
- Eine Rückmeldefrist setzen, die ein paar Tage vor der Feier liegt, damit du noch einkaufen kannst.
- Wer sich nicht meldet, bekommt einmal eine kurze, freundliche Erinnerung. Das ist normal und keine Unhöflichkeit.
Formulierungen zum Abschreiben
Passe sie einfach auf euch an:
- Kurz und klar: „Ich werde 6! Komm zu meinem Geburtstag am Samstag, den 14. März, von 14 bis 17 Uhr zu uns in die Musterstraße 1. Bitte sag bis zum 7. März Bescheid.“
- Mit Motto: „Piratenalarm! Wer mit mir auf Schatzsuche gehen will, kommt in alten Klamotten. Wir sind drinnen und draußen unterwegs.“
- Mit Elternhinweis: „Die Eltern müssen nicht bleiben. Abholung um 17 Uhr. Bei Fragen erreichst du mich unter der Nummer unten.“
- Mit Allergie-Frage: „Isst dein Kind etwas nicht oder verträgt etwas nicht? Dann gib mir bitte vorher Bescheid.“
8 Ideen für Einladungen, die Kinder gern bekommen
Eine selbstgemachte Einladung muss nicht aufwendig sein. Hier sind acht Ideen, geordnet von ganz einfach bis etwas mehr Aufwand:
- Schatzkarte. Ein Blatt Papier knüllen, mit Tee oder Kaffee anmalen, trocknen lassen und mit einem Kreuz markieren. Die Daten stehen als „Hinweise“ auf der Karte.
- Ticket. Eine Karte in Ticketform: „Eintritt zum Geburtstag von Mia“. Passt zu Zirkus, Kino und Zauberei.
- Ballon-Einladung. Einen Ballon beschriften (mit Edding), die Luft rauslassen und in einen Umschlag stecken. Das Kind pustet ihn selbst auf und liest die Einladung.
- Puzzle. Einladung auf Karton, in vier Teile schneiden, in einen Umschlag legen. Die Gäste setzen sie zusammen.
- Mini-Flaschenpost. Eine Rolle Papier in ein kleines Glas oder ein Reagenzglas stecken. Gut für Piraten- und Meerjungfrauenmotto.
- Foto-Einladung. Ein Foto vom Geburtstagskind mit Sprechblase („Ich werde 5! Kommst du?“). Funktioniert mit Handydruck oder Sofortbild.
- Zauberbrief. Mit Zitronensaft auf Papier schreiben, trocknen lassen, zum Sichtbarmachen mit Bügeleisen erwärmen (Erwachsener). Meine Einschätzung: nur für ältere Kinder, wegen der Hitze.
- Gesprochene Einladung. Ein kurzes Video oder eine Sprachnachricht vom Geburtstagskind an die Gäste, wenn ihr ohnehin per Nachricht in Kontakt seid.
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Was ich bei Einladungen nicht mache
- Keine Einladung im Gruppenchat, wenn nicht alle Kinder dazugehören. Wer nicht eingeladen ist, merkt es sonst sofort.
- Keine Einladungen im Kindergarten oder in der Schule verteilen, wenn nicht die ganze Gruppe kommt. Besser über die Eltern oder zuhause übergeben.
- Keine Absage für ein einzelnes Kind erklären müssen: Es ist kein Muss, alle Klassenkameraden einzuladen. Entscheide vorher, wie viele Gäste ihr verkraftet.
Mit einer klaren Einladung ist die Hälfte der Planung schon erledigt. Der Rest ist Ablauf, Spiele und Kuchen.
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Mehr dazu:
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